Gesetz von Henry
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Das Gesetz von Henry beschreibt die Löslichkeit von Gasen in Flüssigkeiten.
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Vormulierung
Die Löslichkeit von Gasen in einer Flüssigkeit, kann mit dem Auflösen von Salz in Wasser verglichen werden. Das Gesetz von Henry besagt:
- Die Konzentration eines Gases in einer Flüssigkeit ist direkt propotional zum Partialdruck mit dem das Gas über der Flüssigkeit steht.
Das bedeutet, nimmt der Partialdruck des Gases über der Flüssigkeit zu, so steigt auch die Anzahl der in der Flüssigkeit gelösten Teilchen. Sinkt der Partialdruck, so diffundieren Gasteilchen aus der Flüssigkeit aus.
Einschränkungen
Das Gesetz von Henry hat allerdings nur beschränkte Gültigkeit. Kann das Gas mit der Flüssigkeit chemisch reagieren, so wird es nicht gelöst. Eine weitere Einschränkung ist die Temperaturabhängigkeit. Genau wie in warmen Wasser mehr Salz gelöst werden kann, kann auch bei höherer Temperatur mehr Gas gelöst werden.
Das Gesetz von Henry im Tauchsport
In der Abtauchphase steigt der Stiktoffpartialdruck in der Lunge an. Da Sticktoff nicht mit Blut oder Geweben reagiert, wird durch den erhöhten Partialdruck mehr Stickstoff im Blut gelöst, das diesen auch in andere Gewebe verteilt. Dabei gilt: Gut durchblutete Gewebe nehmen Sticktoff schneller auf (und geben ihn schneller ab) als weniger stark durchblutete.
Sinkt in der Austauchphase nun der Sticktoffpartialdruck, so sind zu viele Gasteilchen im Gewebe gelöst und müssen vom Blut zurück zur Lunge transportiert werden. Steigt ein Taucher zu schnell auf, kann dieser Transportvorgang nicht ausreichend zügig bewerkstelligt werden und der Stickstoff beginnt kleine Bläschen zu bilden. Diese führen zu einer DCS.
Literatur
- A. Stibbe: Sporttauchen. Delius Klasing, 9. überarb. und erw. Auflage 2001 ISBN 3-89594-048-8
- O. F. Ehm: Tauchen - Noch sicherer. Müller Rüschlikon, 10. überarb. und erw. Auflage 2007 ISBN 3-2750-1610-5

